Glücksspiel Kryptowährungen? – wie Bitcoin und Co. unsere Zukunft beherrschen könnten

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Es ist eine hitzige Diskussion, wenn man mit Anlageexperten über Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple spricht. Während viele Menschen die virtuellen Währungen als das neue Zahlungsmittel der jüngeren Generation ansehen, warnen Experten und Anlageprofis vor dem Kauf der Währungen.

Nicht nur eine Diskussion über die aktuelle Lage der Kryptowährungen, sondern auch ein angeregtes Gespräch zwischen den beiden Lagern ergibt zumeist keinerlei Endergebnis, auf das sich beide Parteien einigen können. Auch wir haben uns die Frage gestellt, ob Bitcoin und Co. als Anlageform dienen, die einen schnellen Gewinn einbringen können oder gar die Altersvorsorge bilden.

Mit verschiedenen Szenarien wollen wir zeigen, wie sich das Bild der Kryptowährungen in den kommenden Jahren verändern könnte, sodass der Durchbruch für Bitcoin und Co. wahr wird.

Der Kursverlauf zeigte ein Allzeithoch nach dem nächsten –wiederholt es sich?

Für viele Deutsche ist die Anlageform Nummer eins weiterhin ein Sparbuch, wie man es bereits seit Jahrzehnten kennt. Zahlreiche Anbieter, die es hier zu finden gibt, bieten jedoch nur niedrige Zinsen, sodass immer mehr Anleger auf mehr Risiko steuern und sich für neue Anlageformen interessieren.

In Zeiten des Internets ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Personen auf Bitcoin und Co. treffen. Zahlreiche Brokerplattformen, Youtuber und selbst die Medien berichteten in der Vergangenheit immer häufiger über Kryptowährungen. Besonders in den letzten Jahren erreichte die bekannteste Münze, der Bitcoin (BTC), ein Allzeithoch nach dem nächsten. So war oft von Bitcoin-Millionären die Rede, die in weniger als fünf Jahren ihren Einsatz vervielfacht haben und so über die Millionengrenze gekommen sind.

Aber auch eine Kehrseite des ständigen Erfolges ist der ständige Begleiter des Bitcoins. Nach dem Allzeithoch, welches bei fast 19.000,00 US-Dollar lag, erlitt die gesamte Kryptowelt einen Schock, da der Kurs um knapp 90 Prozent einstürzte. Während dies für viele Experten keinerlei Überraschung war, erlitten zahlreiche Anleger einen Schock, der bis heute anhält. Über das gesamte Jahr 2018 zeigte sich der Bitcoin sehr stabil, in einem sehr unstabilen Umfeld. In den letzten Monaten gelang es dem BTC sogar, wieder einen größeren Sprung zu machen, sodass erneut Hoffnung für Anleger und Enthusiasten der Währungen aufkommt.

Wird der Bitcoin den Durchbruch im Alltag schaffen?

Viele Experten sind sich sicher, dass die Blockchain-Technologie die Zukunft ist und die Währungen weiterhin ansteigen werden. Auch wenn der Kursrückgang von knappen 90 Prozent dies nicht vermuten lässt, entwickeln sich die Netzwerke stetig weiter und gewinnen somit an Wert.

Um verdeutlichen zu können, wie wertvoll diese Systeme in Zukunft werden könnten, holen wir das sogenannte Lightning- Network heran. Das auf der Bitcoin-Blockchain aufgebaute System bietet nahezu kostenfreie Sofort-Transaktionen über Zahlungskanäle und wird von vielen Krypto-Experten bereits als Zahlungsmethode genutzt.

Schafft man es in der Zukunft, weiterhin an diesen Projekten zu arbeiten und verbessert diese, können Bitcoin und Co. den Durchbruch in unserem Alltag erlangen und als Zahlungsmethode anerkannt werden. Bereits jetzt bieten zahlreiche Onlineshops die Zahlungsmethode mit Kryptowährungen an.

Das Lightning-Network steht vor allem für eines – Anonymität. Im Gegensatz zu Zahlungen mit Kreditkarten werden sämtliche Einkaufsdaten nicht an einer einzelnen Stelle abgewickelt, wodurch die Privatsphäre geschützt werden soll.

Ein weiterer Vorteil, der daraus resultiert, ist die Sicherheit. Hacker haben keinerlei Angriffsfläche auf private Daten, die bei einem Zahlungsanbieter wie der Kreditkarte hinterlegt sind. Durch die Offenheit wird somit jeder Mensch in Zukunft selbst entscheiden können, ob er einen sogenannten Lightning-Knoten betreibt oder weiterhin auf altbekannte und bewährte Zahlungsmethoden zurückgreift.

Bitcoin und Co. – die Zahlungsmethode der künftigen Generation?

Viele junge Menschen sind bereits mit den Kryptowährungen in Kontakt getreten. Gerade im Zeitalter des Internets ist dies auch gar nicht verkehrt und Informationen über die Münzen und die dahinterstehende Technik sind schnell in Umlauf gebracht.

Wer hätte sich noch vor vielen Jahren vorstellen können, dass man mit einem Handy die verschiedensten Dinge anstellen kann. Mit der ständig wachsenden Technik werden jedoch dauerhaft neue Möglichkeiten angeboten, sodass Handys inzwischen für viele Menschen den Alltag erleichtern. Genau einen solchen Gang könnten auch die Münzen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple gehen, um irgendwann eine Zahlungsmethode, die sogar im Einzelhandel akzeptiert wird, zu werden.

Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die künftige Generation mit Neuerungen sehr gut umgehen kann und diese nutzt. Ein sehr gutes Beispiel ist der Zahlungsdienst von Paypal, mit dem inzwischen sogar Anbieter von Strom zusammenarbeiten, die am Anfang des Monats das Paypal-Konto belasten und somit ihre Rechnungen eintreiben.

Wird der Bitcoin Gold als Wertspeicher Nummer eins ablösen?

Für viele Anleger, die bereits lange Zeit vor dem Bitcoin am Markt waren, stellt sich diese Frage erst gar nicht oder sie wird einfach nur belächelt. Doch die Frage ist nicht unberechtigt, da in knapp fünf Jahren ein Ereignis kommen wird, das den Bitcoin noch wertvoller werden lässt.

Ab 2024 wird alle vier Jahre das regelmäßige Halbieren der Schürfmenge stattfinden. Das härteste Geld, das der Mensch je geschaffen hat, könnte somit der Bitcoin werden. Der ökonomische Härtegrad eines Wertspeichers bestimmt sich aus der steigenden Nachfrage, wenn nur eine bestimmte Menge vorhanden ist.

Im Gegensatz zu unseren Währungen lassen sich die Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple nicht einfach nachdrucken. Es gibt nur eine gewisse Anzahl an Münzen, die verfügbar ist. Diese Eigenschaft ist in unserer Geschichte einmalig, da selbst bei Gold die jährliche Produktion seit jeher zwischen 1,5 und 2 Prozent liegt.

Bereits ab 2020 wird die Inflation des Bitcoins mit dem des Goldes gleichziehen. Nur vier Jahre später liegt die Inflation bereits unterhalb des Goldes, sodass der Bitcoin bald tatsächlich als das härteste Geld, das der Mensch je erschaffen hat, gelten könnte.

 

Bild: aaw/depositphotos.com