Wintershall startet Förderung aus dem Feld K18-Golf

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Der größte deutsche international tätige Erdöl- und Erdgasproduzent Wintershall baut seine Aktivitäten in der südlichen Nordsee weiter aus und startet jetzt die Erdgasproduktion aus dem Feld K18-Golf in der niederländischen Nordsee. Durch sorgfältige Planung der Bohrung und Einsatz einer neuen Technologie zur Bohrlochkomplettierung ist es Wintershall gelungen, neue Maßstäbe für Kosteneffizienz und Feldesentwicklung von Tight-Gas-Lagerstätten im Offshore-Bereich zu setzen. Über eine Förderanlage am Meeresgrund (Unterwasser-Komplettierung) sollen zunächst täglich etwa 1,0 Mio. Kubikmeter Erdgas aus der Tight-Gas-Lagerstätte gefördert werden. Eine zweite Produktionsbohrung soll im nächsten Sommer die Plateau-Förderung zwischen 1,0 und 1,4 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Tag gewährleisten. Mit der Produktion des Feldes können rund 250.000 Haushalte mit Gas versorgt werden.

„Unsere Investitionen in das Tight-Gas-Projekt K18-Golf beweisen einmal mehr, dass wir in der niederländischen Nordsee noch erhebliches Potential sehen und fördern wollen“, erläutert Martin Bachmann, Mitglied des Wintershall-Vorstands und verantwortlich für Exploration und Produktion. Die Herausforderung bei der Feldesentwicklung von K18-Golf sei unter anderem die Lage in einem militärischen Sperrgebiet. Deshalb musste das Feld unter Wasser und innerhalb kürzester Zeit erschlossen werden. Das erklärt auch die untermeerische Pipeline-Anbindung der Förderstätte an die zehn Kilometer nördlich gelegene Plattform K15-FA. Dort wird das Gas aufbereitet und über das von Wintershall betriebene WGT-Pipelinenetz nach Den Helder an das niederländische Festland weitergeleitet.

Die Bohrung K18-G1 verläuft vertikal bis in eine Tiefe von rund 3750 Metern. Dort zweigt ein horizontaler Abschnitt ab und erstreckt sich im gasführenden Sand über eine Länge von rund 1400 Metern. „Wir sind stolz auf unsere Leistung bei der Erschließung dieses ersten Tight-Gas-Feldes von Wintershall in der niederländischen Nordsee”, sagt auch Gilbert Van den Brink, Managing Director von Wintershall Noordzee. „Die Bohrung K18-G1 erbrachte bessere Lagerstätten-verhältnisse als prognostiziert, und wir gehen davon aus, dass wir aus dieser Tight-Gas-Lagerstätte im Rotliegenden beständig und dauerhaft Gas fördern können. Im Sommer dieses Jahres werden wir im nördlichen Teil des Feldes die zweite Förderbohrung K18-G4 einbringen. Auf Grundlage der guten Ergebnisse dieses bisher einzigen Tight-Gas-Projekts wird sich Wintershall auf die Entwicklung weiterer Tight-Gas-Felder vor der niederländischen Küste konzentrieren.“

Jan Dirk Bokhoven, CEO des beteiligten Partnerunternehmens EBN, ergänzt: „Wir haben dieses Projekt gern unterstützt, das uns in der Tight-Gas-Feldesentwicklung im Offshore-Bereich einen weiteren Schritt voranbringt. Es stellt unter Beweis, dass die geeignete Entwicklung einer Tight-Gas-Lagerstätte auch mit hervorragender Wirtschaftlichkeit und höchsten Umwelt- und Sicherheitsstandards verbunden sein kann.“

Wintershall hält einen Anteil von 41,7 Prozent an K18-Golf. Beteiligt sind außerdem EBN (40 Prozent), NAM (15,9 Prozent), Tullow (2,2 Prozent) und Oranje Nassau Energie (0,2 Prozent). Die Zuteilung des Konzessionsblocks K18 an Wintershall erfolgte im Jahr 1983. Das Erdgasfeld wurde im Jahr 2005 entdeckt.

PM 06.03.2012
Bild: Wintershall