Rohstoffsicherung: Gemeinsames Potential nutzen

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Die Sicherung der Versorgung mit Rohstoffen steht bei deutschen Unternehmen seit einigen Jahren ganz oben auf der Agenda. Russland wird im Rahmen dieser Strategie nicht nur auf Grund der geografischen Nähe sondern auch als eines der rohstoffreichsten Länder der Welt eine besondere Stellung einnehmen. „Russland ist für die strategische Versorgung deutscher Unternehmen mit Rohstoffen ein wichtiger Partner. Einige Unternehmen arbeiten schon viele Jahre auf dem russischen Markt und die Erfahrungen zeigen, dass die Zusammenarbeit mit russischen Unternehmen gut funktionieren kann. Wenn wir in der Rohstoffsicherung erfolgreich sein wollen, dann müssen wir das gemeinsame Potential nutzen und unsere Planungen der nächsten Jahre auch den Bedürfnissen der russischen Seite anpassen. Deutsche Unternehmen und insbesondere der deutsche Mittelstand können im Hightechsektor Rohstoffförderung alles liefern, was Russland benötigt“ ist sich Rainer Seele, Präsident der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) sicher.

Um das Potential Russlands als Rohstofflieferant und Partner zu evaluieren haben die Deutsche Rohstoffagentur (DERA),Germany Trade and Invest (GTAI) und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer den Markt im Bereich Rohstoffe analysiert und in der Studie „Rohstoffgigant Russland. Vorkommen, Projekte, Partnerschaften“ zusammengefasst. Das Buch gibt Auskunft über Lagerstätten, in Planung befindliche Projekte und Investitionsvorhaben privater Unternehmen und des Staates, zeigt deren Umfang und Laufzeit, quantifiziert und qualifiziert den Bedarf an Maschinen, Anlagen, Ausrüstung, Expertise und Know-how und nicht zuletzt die Geschäftschancen, die sich in den nächsten Jahren für ausländische Unternehmen bieten werden. Ergänzend dazu enthält die Studie einen umfangreichen Rechtsteil, der die Rahmenbedingungen und Besonderheiten für Investitionen im Rohstoffsektor abbildet. Die für die nächsten Jahre und Jahrzehnte geplanten und notwendigen Investitionen summieren sich zu einem dreistelligen Milliarden-Euro-Betrag.

In Russland lagern neben Erdöl und Erdgas auch nahezu allen anderen Rohstoffe in großer Menge: Kohle, nachwachsende Rohstoffe wie Holz, aber auch Eisen- und Nichteisenmetalle, seltene Erden, Industrieminerale, Edelsteine und Salze. Die 30 wichtigsten sind in der Studie ausführlich besprochen. „Russland zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt und wird auch zukünftig ein wichtiger Partner für deutsche Unternehmen im Rohstoffsektor sein“, betont Peter Buchholz, Leiter der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Das Kompendium ist in Umfang, Aktualität und Relevanz ein einmaliges Nachschlagewerk für hoch qualifizierte und hoch spezialisierte Mittelständler, Zulieferer, Architekten, Planer und nicht zuletzt auch ein Wegweiser für die deutsche Wirtschaft. „Wir müssen die Chance ergreifen, die sich deutschen Unternehmen augenblicklich in Russland bietet und unsere einmalige wirtschaftliche Position nutzen, um eine Win-Win-Situation zu schaffen. Der Rohstoffsektor benötigt in den kommenden Jahren Know-how, Expertise und riesige Mengen an Maschinen, Anlagen und Ausrüstungen. Es wäre fahrlässig diese Gelegenheit nicht zu nutzen“ so Seele.

Die Herausgeber der Studie stehen den Unternehmen aber nicht nur mit theoretischem Wissen zur Verfügung sondern auch bei Beratung, Markteintritt und Markterschließung. „Die AHK ist der richtige Partner, um in Russland geschäftlich erfolgreich zu sein. Im Zusammenspiel mit GTAI und DERA können wir deutschen Unternehmen, die Interesse am russischen Rohstoffsektor haben das komplette Dienstleistungsspektrum anbieten“ so Michael Harms, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen AHK.

Quelle: Deutsche Rohstoffagentur
Reinhard Simon  / pixelio.de