Jetzt beginnt die beste Jahreszeit für Gold

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Von Claus Vogt

Nicht alle Monate des Börsenjahres sind gleich

Zahlreiche Märkte zeigen eine ausgeprägte Saisonalität. Das heißt, die Kurse bewegen sich zu bestimmten Jahreszeiten oder in bestimmten Monaten auffällig oft in dieselbe Richtung. Offenbar sind gute und schlechte Zeiten an den Börsen nicht ganz zufällig verteilt.

An manchen Märkten wie zum Beispiel den Agrarrohstoffen sind die Gründe, die für einen Einfluss der Jahreszeiten auf das Marktgeschehen sprechen, offensichtlich. An anderen Märkten sind die Muster zwar ebenfalls unverkennbar, aber die Gründe bleiben eher im Verborgenen. Tatsache ist: Das Phänomen der Saisonalität ist bei weitem nicht auf Agrarrohstoffe beschränkt. Es zeigt sich auch an den Aktienmärkten und bei den Edelmetallen.

 

Gold steigt regelmäßig von Juli bis Januar

Der folgende Balkenchart veranschaulicht Ihnen die Saisonalität von Gold. Die Balken geben die durchschnittliche prozentuale Veränderung pro Kalendermonat an. Wie Sie sehen, waren die Zeit von Juli bis Januar gewöhnlich besonders gute Zeiten für Gold, während Februar bis Juni unterdurchschnittliche Ergebnisse geliefert haben.

 

Durchschnittliche Goldpreisveränderung pro Kalendermonat in %

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Juli beginnt die beste Jahreszeit für Gold (siehe grüne Balken).

Ein wichtiger Einflussfaktor auf den Goldpreis ist die Hochzeitssaison in Indien, da hier Gold als Hochzeitsgeschenk traditionell eine große Rolle spielt. Deshalb steigt im bevölkerungsreichen Indien gewöhnlich ab August die Goldnachfrage, was zumindest einen Teil der ausgeprägten Saisonalität erklärt.

 

Große Kaufgelegenheit bei Gold und anderen Edelmetallen

Wie auch immer dem sei, Tatsache ist, dass bei Gold eine deutliche Saisonalität beobachtet werden kann. Das deutet darauf hin, dass sich Ihnen im gerade begonnenen Monat Juli eine hervorragende Kaufgelegenheit für Gold und mehr noch für Goldminenaktien bietet.

Wichtiger noch: Neben der Saisonalität kommen auch meine auf anderen Faktoren basierenden Analysen trotz oder gerade wegen aller Unkenrufe zu dem Ergebnis, dass die Edelmetalle am Beginn einer Aufwärtswelle stehen.

Die jetzige Phase ist trotz des Kursanstiegs von den Tiefs bei 1.050 $ pro Unze, die Ende 2015 erreicht wurden, selbst für hartgesottene Goldanleger schwierig. Sie erinnert mich sehr stark an das Jahr 2000, als Anleger noch an den niemals endenden Boom der Technologiewerte glaubten.

Auch damals waren die Medien voll mit „ermutigenden“ Meldungen zu Gold:
• 26.03.2000: „Müde Geschäfte mit Edelmetallen“
• 24.05.2000: „Die Kraft des Goldes schwindet wieder“
• 01.06.2000: „Die Nachfrage nach Gold ist gering“
• 14.07.2000: „Goldpreis unter Druck“
• 07.10.2000: „Die Verschwörungstheorie am Goldmarkt ist abwegig und falsch“
• 31.10.2000: „Kaum Aussichten auf höheren Goldpreis“
• 05.11.2000: „Der Glanz des Goldes ist verblasst“
• 14.11.2000: „Die Goldnachfrage sinkt im 3. Quartal deutlich“

Nur kurze Zeit später, Anfang 2001, begann der Goldpreis bei einem Kurs von 260 US-Dollar pro Unze zu steigen. Diese Hausse endete erst im Jahr 2011 bei einem Kurs von 1.920 US-Dollar pro Unze.

 

Kaufsignale liefern auch die Edelmetall-Indikatoren

Die Sentimentindikatoren zeigen auch jetzt wieder, dass die Stimmung der Marktteilnehmer an den Edelmetallmärkten überaus schlecht ist. Im Gegensatz dazu sehen die bestens informierten Hedger auf dem aktuellen Preisniveau keinen Grund, sich über die Terminmärkte gegen fallende Kurse abzusichern. Gewöhnlich lohnt es sich, dem Vorbild der Hedger zu folgen, wenn deren Positionierung so einseitig ist wie im Moment.

Andere Kennzahlen deuten ebenfalls auf den Beginn einer Haussewelle bei den Edelmetallen hin. So ist die Anzahl der ausstehenden Kaufoptionen auf den US-amerikanischen Gold-ETF auf den zweitniedrigsten Stand der vergangenen 10 Jahre gesunken. Und die Fondsmanager halten an den Terminmärkten jetzt eine Gold-Short-Position. Wenn das in der Vergangenheit der Fall war, stieg der Goldpreis im Lauf der nächsten drei Monate um durchschnittlich 13,4%.

Wenn dieses Ergebnis auch jetzt wieder erreicht werden sollte, würde der Goldpreis auf 1.417 $ steigen, also über die Obergrenze seiner mächtigen Bodenformation, deren herausragende Bedeutung ich hier schon besprochen habe.

 

Bullishe Signale wie bei der letzten großen Goldwelle

Ähnlich einseitig positioniert waren die Fondsmanager übrigens zuletzt in der Zeit von Dezember 2015 bis Januar 2016, das heißt an den Tiefs der damaligen Baisse, als Gold bis auf 1.050 $ pro Unze gefallen war. Das war eine hervorragende Kaufgelegenheit, auf die ich Sie mit einer Themenschwerpunkt-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren ausführlich aufmerksam gemacht hatte.

Seither ist der Goldpreis um 20% gestiegen und zahlreiche Minenaktien sogar deutlich mehr. Beispielsweise notiert die damals von mir empfohlene und noch immer im Depot gehaltene Agnico Eagle-Aktie 91,7% über meinem damaligen Einstiegskurs und Newmont Mining sogar 109,6%.

 

 

Bild: depositphotos.com/strelok
Grafik: sentimentrader.com

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