Die Edelmetall-Profis erwarten steigende Kurse

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Von Claus Vogt

Folgen Sie den bestens informierten Hedgern

Vorige Woche ist der Goldpreis noch einmal leicht gefallen, von 1.240 $ pro Unze auf 1.200 $. Die professionellen Marktteilnehmer, die sogenannten Hedger, haben diese 3%-Korrektur dazu genutzt, ihre ohnehin schon sehr geringen Absicherungsgeschäfte nahezu vollständig abzubauen. Damit demonstrieren sie ihre Erwartung, dass die Edelmetallpreise nicht weiter fallen, sondern steigen werden.

Sie können mir glauben, die Hedger sind die mit Abstand am besten informierte Anlegergruppe an den Terminmärkten. Wenn sich die Hedger an einem Markt sehr einseitig positionieren, dann liegen sie gewöhnlich richtig. Deshalb sollten Sie in solchen Fällen hellhörig werden und den Vorgaben der Hedger folgen.

 

Gold: Bodenformation mit langfristiger Bedeutung

Der Goldchart zeigt eine Bodenformation in Form eines ansteigenden Dreiecks, dessen Obergrenze bei 1.240 $ pro Unze verläuft. Das sehen Sie auf dem folgenden Chart. Begleitet wird diese Formation von Extremwerten sowohl der Sentimentindikatoren, als auch bei der Positionierung der Hedger. Deshalb bin ich mir sicher, dass es sich hier um eine sehr wichtige Bodenbildung handelt, deren Bedeutung langfristiger Natur ist.

Bestätigt wird diese Interpretation von zahlreichen weiteren Indikatoren, auf die ich jetzt nicht näher eingehen kann. Hier muss die Feststellung genügen, dass die gesamte technische und fundamentale Lage eindeutig für einen Ausbruch nach oben spricht.

 

Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2017 bis 2018

Quelle: StockCharts.com

Bei Gold hat sich seit Mitte Juli eine Bodenformation entwickelt, die steigende Kurse signalisiert.

 

Aktienmärkte: Klare Zeichen einer Baisse auch bei den US-Lieblingen!

Während bei den Edelmetallen alles auf steigende Kurse hindeutet, stehen die Zeichen an den Aktienmärkten auf Baisse. Beim DAX, der von seinem Hoch bereits 19% gefallen ist, hat die Baisse längst begonnen. Doch das ist erst der Anfang. Denn die US-Märkte hinken zwar etwas hinterher, geben inzwischen aber ebenfalls klare Baisse-Signale.

Lassen Sie sich nicht einlullen. Aufgrund der extremen Überbewertung der US-Märkte ist das Abwärtspotenzial dieses Mal außergewöhnlich groß. Sie sollten sich also auf starke Kursrückgänge einstellen – auch und gerade bei den Börsenlieblingen dieses Zyklus, den Technologieriesen. Wir erwarten aufgrund der Überbewertung mindestens eine Drittelung des S&P 500.

Gerade in diesem Sektor hat in den vergangenen Wochen eine vielsagende Verschlechterung stattgefunden. Sie erinnert auf fatale Weise an das Platzen der Technologieblase im Jahr 2000. Damals fiel der DAX um 73% und der NASDAQ 100 Index sogar um 83%!

 

Weltwirtschaft: Rezession im Anmarsch

Aktienbaissen dauern gewöhnlich rund zwei Jahre und werden oft von Rezessionen und Krisen begleitet. Wie Sie in der gerade erschienenen Dezember-Ausgabe meines Börsenbriefs Krisensicher Investieren lesen, ist der Frühindikator der US-Wirtschaft gerade in den negativen Bereich gefallen. Das ist zwar noch kein klares Rezessionssignal, aber es fehlt nicht mehr viel.

Starke Warnungen kommen bereits vom US-Immobilienmarkt. Dieselben Kennzahlen, die 2007 eine Immobilienbaisse angekündigt haben, geben auch jetzt wieder klare Baissesignale.

Die deutsche und die japanische Wirtschaft sind im dritten Quartal 2018 bereits geschrumpft, und der Wirtschaftsmotor Chinas stottert ebenfalls. Es sieht zunehmend nach einer Rezession der Weltwirtschaft aus.

 

Bereiten Sie sich jetzt richtig auf den Börsen-Winter vor

Was das für Sie und Ihre Depots bedeutet und wie Sie sich jetzt positionieren sollten, damit Sie nicht unter die Räder kommen, sondern sogar profitieren, lesen Sie in Krisensicher Investieren – 30 Tage kostenlos.

 

 

Bild: Depositphotos.com/strelok