Gold spaltet die Gemüter

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Gold spaltet die Gemüter. Zumindest scheint es so. Es gibt die einen, die immer wieder mantraartig die Nachteile beschwören und es gibt die Gold-Fans.

Wir schauen tiefer und blicken auf Fakten. Wie bewährt sich Gold gerade in Krisenzeiten im Vergleich zu Aktien? Wie eignet sich Gold langfristig als Wertspeicher für Ihr Vermögen? Welche Perspektiven hat Gold gerade jetzt? Aus welchem Grund könnte die Nachfrage gerade jetzt schier explodieren?

Gold ist ein Edelmetall, dass in seiner Verwendung in Barrenform oder Goldmünzen in den Tresoren dieser Welt zu finden ist. Ferner findet es Verwendung in der Elektroindustrie und in der Schmuckwarenindustrie. Das war´s. War es das wirklich? Der Goldpreis unterliegt Wertschwankungen, wie andere Investitionsgüter auch. Gold schüttet keine laufenden Erträge aus, wie z.B. Dividenden oder Mieten. Das sind die beiden Hauptkritikpunkte an Gold – keine laufenden Erträge und Wertschwankungen des Goldpreises. Hinzu sollte man noch das Währungsrisiko zählen. Denn Gold wird in US-Dollar notiert und in der jeweiligen Landeswährung abgerechnet. Was haben wir jetzt gelernt? Dividenden werden in wirtschaftlich schlechten Zeiten gekürzt oder gestrichen. Und Mieten können per Gesetz quasi „ausgesetzt“ werden.

Für die meisten Goldanleger ist Gold DAS Edelmetall schlecht hin. Aus gutem Grund? Es geht ihnen weder um eine eigene Herstellung von Handys noch sind sie Schmuckproduzenten. Es geht all jenen um das Wichtigste – um Werterhalt ihres Vermögens. Vor allem in Krisenzeiten. Wie hat sich Gold in den letzten und der aktuellen Finanzkrise geschlagen?

(Goldpreisentwicklung in Finanzkrisen, Quelle: MSCI, Bundesbank, Finanztip, eigene Berechnungen; Zeitspanne für Berechnungen MSCI Word und Goldpreis (EUR) 15.02. – 09.04.2020)

Beim groben Blick auf die Tabelle fällt auf, dass Gold in jeder zurückliegenden Finanzkrise zur Stabilisierung des Gesamtvermögens beigetragen hat. Doch schauen wir genauer hin. Die Instrumente, mit denen man auf die jeweilige Finanzkrise reagiert, haben sich in den zurückliegenden Jahren deutlich verändert. Seit der Finanzkrise 2007 – 2009 haben die Notenbanken ihr Interventionssystem umgestellt. Bis dahin war der Zins das wesentliche Gestaltungsinstrument. Ben Bernanke, der damalige Chef der Notenbank der USA, legte den Grundstein für einen bespiellosen Anstieg der Geldmengen. Er werde die Märkte mit Geld bewerfen, wie aus einem Hubschrauber. Das brachte ihm den Spitznamen „Helikopter Ben“ ein. Es folgten Herr Draghi während der nächsten Finanzkrise, der EURO-Krise, „whatever it takes“. Seit dem sind Haben-Zinsen im EURO-Raum verschwunden. Die Inflation nicht. Allein dadurch wird fortlaufend Geld entwertet.

Gold als Wertsicherungskonstante für Vermögen hat besonders in Krisen dann outperformt, wenn die Geldmengen und weltweiten Schulden durch die Decke gingen.

 

Wer ein Aktiendepot zu Beginn der Finanzkrise 2007 mit 100.000 EUR hatte, erblickte auf seinem Depotauszug am Ende der Krise 2009 noch 53.900 EUR! Der gleiche Anleger in Gold: 133.800 EUR!! Gold hatte während der ersten großen Geldschwämme der Notenbanken einen Mehrertrag von über 148 Prozent gegenüber Aktien. Fakt.

Doch gehen wir noch einen Schritt weiter zurück. Am 15.08.1971trat abends an einem Sonntag Herr Nixon, der damalige US-Präsident, vor die Fernsehkameras und verkündete überraschend das Ende der Dollarbindung an Gold. Sie konnten am Freitag, den 13.08.1971 noch einen Dollar gegen ein Gramm Gold tauschen. Und umgekehrt. Heute erhalten Sie für ein Gramm Gold die 54-fache Menge an Geld. Geld ist in dieser Zeitspanne quasi wertlos gegenüber Gold geworden. Fakt.

 

Und wie sieht es heute aus?An der Börse scheint es keine Gefahren mehr zu geben.

Die Aktienkurse sind seit den Tiefstkursen schon wieder deutlich gestiegen. Ist das begründet? Die Zentralbanken und Regierungen legen bei neuen Geldmengen und Krediten noch einmal eine Schippe drauf. Es werden enorme Geldmengen freigesetzt. Gleichzeitig steigt die Verschuldung der Unternehmen. Vor der Corona-Krise erreichte die weltweite Gesamtverschuldung bereits 250 Billionen US-Dollar. Das weltweite BIP (2018) betrug 80,1 Billionen US-Dollar. Die weltweite Verschuldung war damit bereits mehr als DREI-mal so hoch wie die gesamte Wirtschaftsleistung der Welt. Die EU weicht nun die Stabilitätskriterien auf. Die Länder dürfen sich über die bisherigen Grenzen hinaus neu verschulden, um die Folgekosten der Corona-Krise bewältigen zu können. Der Schuldenberg wird nun noch größer.

Eine weitere Folge der Corona-Krise ist eine weltweite Rezession. Ergebnis des Lock-Downs sind weltweite Firmeninsolvenzen. Damit verbunden Kreditausfälle. Dies wird besonders die Banken hart treffen, die bereits vor der Krise auf wackeligen Beinen gestanden haben, wie z.B. italienische Banken. Im Fall einer Bankenpleite in Europa sind auch die Einleger daran zu beteiligen. Betroffene Einlagenkunden werden Geld verlieren. Zusätzlich würden Bankeninsolvenzen den EURO und dessen Stabilität weiter belasten.

Es scheint aus dieser gesamten Gemengelage eine Bewegung zu entstehen. Menschen, die der Meinung sind, dass Geld in Zukunft einer noch größeren Abwertung unterworfen sein wird. Vielen spricht dafür. Gold hat in der Vergangenheit dokumentiert, dass es seiner Wertspeicherfunktion nachkommt. Langfristig in jedem Fall.

Kaufen Sie keine Zertifikate oder andere Finanzvehikel. Bitte bedenken Sie bei Gold-ETF, dass Sie ein Wertpapier kaufen. Das (virtuelle) Papier verbrieft Ihnen im Optimalfall einen Anspruch auf physisches Gold. Sie erwerben kein unmittelbares Eigentum an einem Goldbarren. Bei einem Gold-ETF erwerben Sie lediglich mittelbares Eigentum.

Wir empfehlen, wenn Sie in Gold investieren wollen, ausschließlich unmittelbares Goldeigentum zu erwerben.

Die Nachfrage nach physischem Gold ist enorm. Einzelne Goldhändler geben langsam Absatzzahlen bekannt. So kann davon ausgegangen werden, dass im März 2020 mehr Gold gekauft worden ist, als im gesamten Jahr 2018. Die Motive für den Goldkauf lassen sich nur schwer wegdiskutieren. Die Chancen und Perspektiven für Gold sind sehr gut.Kurzfristig erwarten wir ein Erreichen des letzten All-Time-High´s für Gold, das zuletzt während der EURO-Finanzkrise 2011 zu sehen war.

 

Wieviel Geld in Gold investieren? Das wichtigste Gebot der Stunde bleibt unverändert bestehen: Bleiben Sie liquide.

Für Ihr Anlagevermögen empfehlen grundsätzlich eine Sachwertstrategie. Der übliche Edelmetallanteil von 10- 15 Prozent zu „normalen Zeiten“ könnte derzeit sicher aufgestockt werden. Wir empfehlen neben Gold auch Silber mit beizumischen. Für die Experten, die Gold-Silber-Ratio befindet sich auf einem historisch günstigen Niveau. Im Zollfreilager kaufen Sie ohne MWSt und nutzen ein historisch niedriges Einstandsniveau. Ein Extra-Bonbon sei am Rande erwähnt: für in Deutschland veranlagte Privatpersonen sind Kursgewinne nach einer Haltedauer von 1 Jahr komplett steuerfrei.

 

Der Markt ist quasi ausverkauft. Es gibt Lieferengpässe.

Wer Interesse hat: Wir sind lieferfähig und haben ein Sonderkontingent zu attraktiven Preisen. Wir sind davon überzeugt, dass es gerade jetzt wichtig ist, dass möglichst viele ihr
(Geld-)Vermögen vor Entwertung schützen können. Daher haben wir entgegen dem derzeitigen Trend die Preise gesenkt.

www.gold-vorsorge.com

 

 

Bild: Depositphotos.com/oatsung