Friedrich & Weik: Der größte Crash aller Zeiten

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  1. Herr Weik, Herr Friedrich warum genau jetzt buch Nummer 5?

M.W. Weil sich etwas ändern muss. Wir werden nicht stillschweigend hinnehmen, dass unsere Eliten aus Politik und Finanzwirtschaft unser Land mit voller Absicht und voller Wucht gegen die Wand fahren. Wir zeigen nicht nur auf, was in unserem Land falsch läuft, entlarven Lügen von Wirtschaft und Politik, sondern präsentieren auch teilweise völlig neuartige Lösungen.

M.F. Wie immer ist alles allgemein verständlich und faktenbasiert dargelegt. Ferner haben wir spannende Menschen wie den Ökonomen Daniel Stelter, den Vorstand der Bürgerbewegung Finanzwende Gerhard Schick sowie den Präsidenten des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts Erich Künzler und den Whiskyexperten Horst Lünning für Gastkapitel gewinnen können.

 

  1. Viele Prognosen von Ihnen sind eingetroffen. Wie kann das sein?

M.F. Wir betrachteten unsere Welt als Ganzes. Wir analysieren nicht nur Wirtschaftsdaten. Wir denken weder in Nischen noch politisch, noch glauben wir alles, was die Medien berichten – weder in Deutschland noch im Ausland.

M.W. Uns ist es wichtig, dass wir uns unser eigenes Bild machen. Wir sind viel unterwegs und haben ein sehr großes globales Netzwerk. Zahlreiche Prognosen von uns eingetreten: Wir warnen seit vielen Jahren vor Negativzinsen.

M.F. Damals wollten das die meisten nicht wahrhaben, heute sind sie bittere Realität. Wir prognostizieren einen Negativzinssatz von mindestens minus 3 Prozent. Populistischen Kräfte werden weiter erstarken. Hiervor haben wir bereits 2014 massiv gewarnt. Folglich haben wir auch die Wahl von Donald Trump sowie den Brexit korrekt prognostiziert. Alle unsere Prognosen finden Sie unter: https://fw-redner.de/querdenker/eingetroffene-prognosen/

 

  1. Der größte Crash aller Zeiten? Warum?

M.W. Weil die Krise 2008 nicht gelöst wurde, sondern lediglich in die Zukunft verschoben wurde.

Die Probleme haben sich angestaut und potenziert. Die daraus resultierende Wucht wird alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Alarmzeichen gibt es zuhauf: Staats- und Unternehmensanleihen mit Minusverzinsung, Populisten an der Macht, finanzielle Repression gegen uns Bürger, Enteignungen und immer mehr Abgaben und Steuern, Immobilien- und Aktienmarktblasen sowie der Dauerkrisenmodus der EZB. Die volkswirtschaftlichen Eckdaten in Europa und Übersee sind verheerend. Es wird immer deutlicher, dass die Rettungspolitik – egal wo – die Schulden hat aufblähen lassen und die Krise in die Zukunft verschoben aber nicht gelöst hat.

Wie sieht es mit dem Euro denn aus?

M.F. Nicht gut. Fakt ist: der Euro trennt Europa, anstatt es zu einen. Dennoch wird von der Politik, offenkundig um jeden Preis, krampfhaft an dem zum Scheitern verurteilten Währungsexperiment Euro festgehalten.

M.W. Während wir uns heute bereits über Null- und Negativzinsen aufregen werden wir in Kürze mit wesentlich drastischeren Maßnahmen der finanziellen Repression konfrontiert werden. Bevor das gesamte Finanzsystem kollabiert, werden die politischen Eliten alles unternehmen um den Status quo solange wie möglich auf unsere Kosten zu erhalten. Dies bedeutet die Umverteilung von Steuergeldern von den Nord- in die Südeuroländer wird noch gravierend zunehmen.

M.F. Weder eine Bankenunion noch eine Europäische Arbeitslosenversicherung, noch explodierende Target2-Verbindlichkeiten gegenüber Deutschland in Höhe von eins, zwei, drei oder fünf Billionen Euro werden den Euro langfristig am Leben erhalten. Wir sagen knallhart: Der Euro zerstört Europa und unseren Wohlstand! Erstmalig geben wir in unserem Buch soar an, bis wann der Euro kollabiert.

 

  1. Wann werden die Zinsen wieder steigen?

M.W. Ganz einfach: nie mehr. Wir werden nie wieder in der Eurozone markante Zinserhöhungen erleben. Die letzte Krise entstand auf Grund zu niedrigem Zinsen und zu viel billigem Geld. Noch immer lautet die Devise der Europäischen Zentralbank (EZB): noch niedrigere Zinsen und noch mehr billiges Geld. Diese irrsinnige Politik wird gnadenlos scheitern. Man kann Probleme mit der Druckpresse in die Zukunft verschieben, jedoch keinesfalls lösen.

 

  1. Und wenn es crashen sollte? Was wird dann geschehen?

M.F. Zuerst wird ein deflationärer Schock durch die kommende Rezession ausgelöst, dann werden die Notenbanken weitere Zinssenkungen durchführen und damit ein Bankensterben einläuten. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wird sinken, einhergehend mit einer erlahmenden Kreditvergabe die den Kollaps der Zombieunternehmen auslöst, die dann die restlichen Banken mit sich ziehen.

M.W. Laut BIS – Bank für Internationalen Zahlungsausgleich – sind 15 Prozent aller Unternehmen in Europa sogenannte Zombieunternehmen, die nur aufgrund des billigen Geldes noch am Leben sind. Dann werden die Zentralbanken panisch alle Schleusen öffnen, den Zins weiter ins Minus drücken und ohne Ende Geld drucken um verzweifelt das ganze System zu retten. Dadurch wird es eine Inflation und Hyperinflation von mindestens 10, 20 Prozent pro Monat (nicht pro Jahr!) geben. Unsere Berechnungen zeigen aber einen täglich höheren Kapitalbedarf, so dass wir auch 30, 40, 50 Prozent Inflation sehen können.

M.F. Die Tendenz ist steigend, je länger wir an dem kranken System festhalten. Die Kollateralschäden nehmen jetzt schon täglich zu. Als Finale folgt der Neustart in Form einer Währungsreform. Die Verluste werden zwischen 90 und 100 Prozent liegen.

 

  1. Was kann ich tun, um sich auf den Crash vorzubereiten?

M.F. Ganz klar ist das Zeitalter der Sachwerte angebrochen. Staatsanleihen, Lebensversicherungen, Riester, Rürup, Bausparverträge sind alles Werte, die in Zukunft gewaltige Verluste verzeichnen werden. Folglich ist es ratsam in Dinge zu investieren, die man versteht und bestenfalls anfassen kann. Es ist zielführend sein Erspartes zu streuen und auf unterschiedliche Standbeine verteilen.

M.W. Die Devise heißt: Absichern, Gegengewichte aufbauen und Diversifikation! Raus aus festverzinslichen Wertpapieren und rein in Sachwerte. Solange es noch möglich ist Geldmetalle (Gold und Silber) kaufen, denn die EZB kann unendlich viele Euros aber kein Gramm Gold oder Silber drucken. Solange Geld gedruckt wird, werden die Aktienmärkte weiter steigen. Dennoch kann das Platzen der Blase nicht auf Ewigkeit in die Zukunft gedruckt werden. Dasselbe gilt für Immobilien. Wer jetzt noch kauft, der muss sich überlegen, ob er in Zukunft noch einen dummen Käufer findet, der noch mehr dafür bezahlt. Erstmalig zeigen wir in diesem Buch unsere Investmentmatrix. Mit dieser Matrix können Sie selbst eine Strategie zur Vermögenssicherung entwickeln und praktisch umsetzen.

Bildquelle: Christian Stähle, Cover: Eichborn Verlag

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